Design Story

Besteck 2.0

VERA PURE Schöpfungen sind genährt von japanischer „Wabi Sabi“ Philosophie, italienischem Design Esprit und Schweizer Präzision. Oberstes VERA PURE Gebot ist die Funktion, dem sich das Design stets fügt.

Vera Purtscher verliebte sich als Studentin in ein wunderschönes Besteck, das der berühmte Österreichische Architekt und Designer, Joseph Hoffmann, entworfen hatte. Um nur 4 Teile davon zu erwerben, mußte sie 2 Monatsgehälter dafür aufbringen. Beim Essen damit war sie sehr enttäuscht: «es war nur schön anzuschauen, aber es lag miserabel in der Hand; alles andere als ergonomisch», sagt sie. Deshalb überlegte ich mir ein anderes Besteck.

Ihre MoonLashes nahmen 7 Jahre Entwicklungsarbeit und Protoypisierung in Anspruch, um ihre hohen Funktions – und Ansprüche an die Ästhetik zu erfüllen. Alle Produktionsfirmen versuchten ihr Design zu vereinfachen und die Kosten damit zu senken. Nachdem es offenbar niemanden gab, der es wagte, nahm Vera ihre gesamten Ersparnisse und bestellte die Bestecke. Monate später wurden 3, 5 Tonnen davon geliefert. Vera hatte alles auf eine Karte gesetzt und nun schlaflose Nächte. Was tut eine Architektin mit so viel Besteck? Glücklicherweise entdeckten es berühmte Köche und Vera ist stolz, dass die MoonLashes ihren Weg in einige der berühmtesten Restaurants weltweit gefunden haben.

Veras Traum-Erzählung aus den frühen 80iger Jahren.

„Als junge Architektur Studentin und alleinerziehende Mutter besuchte ich mit meinem kleinen Sohn Florenz und auch Vicenza – jene Stadt, in der Andrea Palladio mehr als überall sonst gewirkt hatte und jene Stadt, die auch bekannt ist für seine Silberverarbeitung, im Besonderen auch für seine Besteck- Geschäfte. Da lagen sie nun, die vielen Modelle auf Samt gebettet und irgendwie alle ziemlich gleich. Langweilig und ohne Entwicklung oder innere Logik über das Gewöhnliche hinaus.
Ob es an den vielen Architektur – Eindrücken lag, an den Zeugnissen höchster Bildhauerischer und Bildender Kunst überhaupt, ob an der Hitze oder meinem süssen kleinen Buben, jedenfalls träumte ich in der Nacht danach von einem Löffel; oder war es ein Modigliani- Portrait? Oder mischte sich einfach alles?
Das weiss ich nicht – erst als ich Jahre später das Hoffmann-Besteck in Händen hielt und damit essen wollte aber leider funktional enttäuscht wurde und zum Zeichenstift griff, um ein anderes Besteck zu entwickeln und quasi die Silhouette eines Mondigliani- Portraits skizzierte, fiel mir dieser Traum wieder ein. „Einfallen“ ist ein gutes Wort dafür.“